Demenzerkrankungen

Demenz aus dem Lateinischen:
de    = weg von, ohne
menz = Geist, Verstand

Demenz ist der Überbegriff für die Krankheiten, bei denen fortdauernd die geistige Leistungsfähigkeit abnimmt.

Demenzerkrankungen, unter denen die Alzheimer Krankheiten die weitaus häufigste ist,
sind gekennzeichnet durch eine zunehmende Hilflosigkeit im Alltagsleben.
Demenzen beginnen mit leichter Vergesslichkeit, räumlichen und zeitlichen Orientierungsstörungen sowie verminderter Entscheidungsfähigkeit. Daraus entstehen Unsicherheiten im Verhalten und Empfinden.
Im weiteren Verlauf nehmen die Störungen kontinuierlich zu.
Diese Veränderungen empfinden demenzkranke Menschen sehr stark und ängstigen sich,
was zum Teil auch zu aggressivem Verhalten führen kann.

Auch in Kiel nimmt die Zahl der demenzkranken Menschen zu.

Der größte Teil der Erkrankten wird von Familienangehörigen zu Hause betreut bzw. gepflegt. Wenn die Krankheit fortschreitet, bedeutet das in der Regel eine Pflege rund um die Uhr.
Deshalb ist es dringend erforderlich, pflegende Angehörige zu entlasten, z.B. durch wohnortnahe Betreuungsgruppen für Erkrankte sowie Gesprächskreise und spezielle Kurse für Angehörige.


Hauptsymptome der Demenz


1. Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit                               

  •  Gedächtnis
  •  Denkvermögen
  •  Orientierung
  •  Sprachstörungen (Aphasie)
  •  Störung des Erkennens (Agnosie)
  •  Störung von Handlungsabläufen (Apraxie)
  •  Aufmerksamkeit und Urteilsvermögen

2. Persönlichkeitsveränderung



Was bedeutet eine Demenz für die betroffene Person?


Zunehmender Verlust von:

  • zeitlicher Orientierung (Welche Uhrzeit, welcher Tag, welches Jahr?),
  • örtlicher Orientierung (Wo bin ich?),
  • situativer Orientierung (Was geschieht um mich herum?),
  • Orientierung zur anderen und eigenen Person (Wer bin ich, wer bist Du?).
  • Wahrnehmung der Umwelt und Selbstwahrnehmung verändern sich.
  • Alltägliche Situationen und Gegenstände erhalten eine andere Bedeutung.
  • Sie leben in ihrer eigenen Welt

 


Demenz in der Kommune

im Land -  in der Stadt - in der Gemeinde

Menschen mit Demenz sind:

  • Bürgerinnen und Bürger, die ihre Würde bewahren wollen.
  • Wählerinnen und Wähler, die noch lange mitbestimmen können.
  • Erwerbstätige oder Rentner, die den Wiederaufbau mitgestaltet haben.
  • Vereinsmitglieder, die weiterhin mit Spaß tun möchten, was ihnen möglich ist.
  • (Kirchen-)Gemeindemitglieder, die in der Gemeinschaft leben möchten.
  • Nachbarn, die nicht isoliert werden wollen.
  • Eltern, Partner, Kinder mit ihren jeweils ganz eigenen Biographien.
  • Menschen, die ihre Gefühle zeigen, Freude und Schmerz empfinden - 
    keine kaputten Maschinen, die nicht mehr funktionieren.